Entstehung des Dorfes

Die Entstehung des Dorfes

Das Dorf Weigenhofen entstand im Rahmen einer allgemeinen Besiedlungsaktion. Diese begann, wie oben erwähnt, zunächst mit vier Höfen, geplant waren jedoch bereits 15-20 Anwesen.

So waren um das Jahr 1250 schon ca. 20 Höfe vorhanden, ebenso etliche „Söldengütlein“ (Taglöhnerhäuser) mit nur wenigem oder gar keinem Grundbesitz. 100 Jahre später bestanden bereits 30 Anwesen. In dieser Zeit war auch die Aufteilung der Ortsflur abgeschlossen. 1437 wurde durch das Kloster Engelthal noch ein weiteres Anwesen (HsNr. 3?) errichtet. Von diesem Zeitpunkt an (Ende des 15. Jahrhunderts) blieb die Dorfentwicklung konstant, d.h. es wurden keine weiteren Anwesen errichtet. Neue Anwesen erstanden erst wieder nach 1800. So hatte Weigenhofen 1808 insgesamt 37 Hausnummern, darunter neun größere Höfe. Über den Stand der Bevölkerung des Dorfes ist bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts urkundlich nichts festzustellen. 1821 zählte man 39 Familien mit 221 Seelen, 1835 waren 215 Einwohner gezählt worden und 1864 lebten in 49 Häusern 253 Menschen.

Man kann also feststellen, dass die Zahl der Einwohner durch Hunderte von Jahren unverändert blieb, ausgenommen die Zeit des 30 jährigen Krieges und die Jahrzehnte danach. Erst nach dem 2. Weltkrieg nahm die Bevölkerung zu, bedingt durch die bedrängten Nachkriegsverhältnisse. Männer, Frauen, Kinder, die heimatlos geworden waren, fanden in Weigenhofen eine neue Heimat. So zählte Weigenhofen 1966 280

Einwohner und 1972 vor der Eingemeindung in die Stadt Lauf 292 Einwohner; 1981 war deren Zahl auf 315 gestiegen.

Weigenhofen hatte durch den Umstand, dass es unmittelbar am Fuß des Moritzberges lag, mancherlei Unbill zu ertragen. Bei plötzlicher Schneeschmelze oder nach heftigen Gewitterregen hatten viele Anwesen unter starkem Hochwasser zu leiden. Die Dorfstraße wurde zu einem reißenden Gewässer, Höfe und Keller wurden überschwemmt und die Dorfbrunnen verunreinigt. Dieser Umstand war auch die Ursache, dass oftmals Krankheiten in früheren Zeiten ausbrachen und der Ort vom Typhus heimgesucht wurde. Erst durch eine Wasserleitung (um 1909), gespeist von den Quellen des Moritzberges und die Kanalisierung und Verrohrung des Moritzbergbaches durch den Ort unter Bürgermeister Georg Maußner (1955) brachten entscheidende Abhilfe. Nicht nur durch diese Maßnahmen, sondern vor allem auch durch den fortschrittlichen Sinn und mit der Errichtung zahlreicher neuer Wohnhäuser in den letzten Jahrzehnten, hat Weigenhofen als aufstrebendes Dorf viel gewonnen.

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